Tipps von unseren Farbprofis: Teil 3

Geschrieben am 7th Dezember 2021

Wände: De Nimes No.299, Fußleisten: Wimborne White No.239

In dieser dritten und letzten Folge der Tipps von unseren Colour Consultants (Teil 1 und 2 können Sie hier und hier nachlesen) räumen wir als Allererstes mit einem weit verbreiteten Interior Design Irrtum auf. Diesen Job übernimmt unsere Farbberaterin Michelle Smith für uns:

„Es gibt den Mythos, dass ein nach Norden ausgerichteter Raum düster wirkt, wenn man ihn nicht in einer hellen Farbe streicht. Dabei kann eine dunkle Farbe nördliche Räume sogar größer wirken lassen“, erklärt die Farbberaterin für Beaconsfield und Henley.

„Ein warmer Farbton wie Sap Green gleicht das kühlere Licht in diesem Raum aus, während eine Farbe mit grauem, blauem, grünem oder lavendelfarbenem Unterton dieses kühlere Licht inszeniert.“

Unabhängig davon, welche Variante Sie wählen – Michelle empfiehlt ein eher schlichtes Farbkonzept für den Rest des Raums: „Die traditionelle Wandgestaltung mit weißen Fußleisten, Fensterbrettern und einer weißen Decke rahmt eine dunklere Wandfarbe ein und bringt sie zur Geltung. Bei einer gräulichen Wandfarbe wie De Nimes empfehle ich ein cremiges, warmes Weiß wie Wimborne White."

Wenn man weiß, in welche Himmelsrichtung ein Raum weist, kann man schnell herausfinden, welche Farbe hier am besten wirkt. Ein weiterer guter Ausgangspunkt für die Auswahl der richtigen Wandfarbe ist die Überlegung, wie Sie den Raum nutzen, erläutert Emily Harrold.

„Bei der Wahl einer Wandfarbe ist es auch wichtig, zuerst über die gewünschte Intensität der Farbe nachzudenken, bevor man sich Gedanken über die Pigmentierung macht“, empfiehlt die Farbberaterin für Solihull und Leamington Spa.

„Bei einem Flur zum Beispiel frage ich zuerst, ob es sich hier eher um einen Warte- und Ankommens- oder einen Durchgangsbereich handelt. Wenn es ein Raum ist, der die Aufmerksamkeit auf sich ziehen soll, dann ist eine dunkle Farbe dafür viel besser geeignet. Wenn es sich eher um ein Durchgangszimmer handelt, das zu einem anderen Raum führt, dann finde ich eine mittlere bis helle Farbe besser.“ 

Wände: Strong White No.2001, Treppe: All White No.2005 | @lifeasmrsbuilder

Wände: Studio Green No.93, Fußleisten: Strong White No.2001 | Design: Jannik Martensen-Larsen

Emilys Prinzip wurde in diesen beiden sehr unterschiedlichen Eingangsbereichen äußerst erfolgreich angewandt. Der erste Eingangsbereich, der in Strong White und All White gestrichen ist, fungiert als ein helles und luftiges Durchgangszimmer, das dazu animiert, andere Räume des Hauses zu entdecken. Im zweiten Flur, der Besucher willkommen heißt, wird mit Studio Green eher ein Ziel geschaffen, das zum Verweilen einlädt.

Unsere Farbberaterinnen und Farbberater setzen immer wieder gerne kräftige Farben ein, die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen – nicht nur in Räumen für Erwachsene. Caroline Stevens hat ein paar Tricks auf Lager, wie man lustige und leuchtende Farben in Kinderzimmern verwenden kann, ohne dass sie den Raum optisch überfordern.

„Wenn Ihre Kleinen auf knallige Farben stehen und Sie diese in einer nicht allzu aufdringlichen Weise einsetzen möchten, dann können Sie Colour Blocking betreiben,“ schlägt unsere Farbberaterin aus St. Albans vor. „Verwenden Sie eine dazu gut passende weichere, neutrale Farbe an den Wänden und den kräftigeren Farbton für einzelne Elemente wie Dreiecke, Wolken oder Berge. Das ist ein guter Kompromiss für beide Seiten.

Sie können natürlich auch die untere Hälfte der Wände in der kräftigeren Farbe streichen und die obere in der helleren. Ein schöner Effekt, für den Sie keine extra Stuhlleiste brauchen, sondern einfach nur gutes Klebeband. Am besten ziehen Sie die Gestaltung auch auf der Zimmertür innen durch.“


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