Wenn Sie ein Faible für das Nostalgische haben, dann finden Sie heraus, welche Farben für Ihr Haus am authentischsten sind. Natürlich ist es wichtig, Stilelemente und Baustil eines Hauses im Blick zu behalten, doch wir leben heute im 21. Jahrhundert, und das darf man Ihrem Zuhause auch ansehen.

Lassen Sie sich gerne von unseren zahlreichen Farben inspirieren, die sich immer wieder an
historischen Vorbildern orientiert haben. Unsere Farbpalette ist jedoch so konzipiert, dass sie
zugleich zeitlos und modern wirkt. Hier stellen wir Ihnen die wichtigsten Baustile Großbritanniens vor.


Gestrichen in Pale Hound No.71 | Estate Emulsion und Lamp Room Gray No.88 | Estate Eggshell

Georgianisch

(1714 – 1830)

Die georgianische Ära wird oft als das Zeitalter der Eleganz bezeichnet. Das wichtigste Element der Innenraumgestaltung in dieser Zeit ist das perfekte Verhältnis der Proportionen kombiniert mit ausgewogenen Farben und Schmuckelementen. Georgianische Räume zeichnen sich durch verschiedene dekorative Elemente aus, zum Beispiel Gips- und Stuckarbeiten oder Vertäfelungen in Farben, die an unsere Farben Lime White, Off-White oder Fawn erinnern.

Die Wandfarben waren gedeckt und wiesen oft einen leichten Glanz auf. Für diesen Look wählen Sie am besten die etwas schimmernde Modern Emulsion in Tönen wie Lichen, Pigeon und Picture Gallery Red. In der Regency-Zeit wurden die Farben heller, es kamen dämmrige Rosatöne auf wie Setting Plaster oder weiche Grautöne wie Pavilion Gray.


Gestrichen in Rectory Red No.217 | Estate Emulsion

Victorianisch

(1830 – 1900)

Die Raumgestaltung des Viktorianismus spiegelte eine Ära des tief greifenden Wandels wider. Die aufkommende Massenproduktion erleichterte es, Häuser schnell zu dekorieren. Der Stil wirkt etwas schwer und überladen, was sich vor allem an der Verwendung dunkler Holzfarben und üppiger Möblierung ablesen lässt. Doch diese Zeit brachte auch vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten mit sich.

Mitte des 19. Jahrhunderts waren noch hellere, warme Töne wie Dimity, Calluna und Great White gefragt, mit der Zeit wurden diese Farben durch eine wesentlich kräftigere klarere Palette abgelöst. Frische Farben wie Parma Gray, schwelgerische Grüntöne wie Saxon Green oder sonnige Gelbtöne wie Citron beherrschen nun das Bild.

Zu dieser Zeit gewann auch die Tapete an Bedeutung, sie wurde zum Massenerzeugnis. Strukturen und üppige Blumenmuster, Vögel und Tiermotive waren sehr populär. Wenn Sie diesen opulenten Look mögen, dann empfehlen wir Ihnen Orangerie oder Silvergate.


Gestrichen in Skylight No.205, All White No.2005 | Estate Emulsion
Strong White No.2001 | Soft Distemper
Wimborne White No.239 | Estate Eggshell

Edwardianisch

(1910 – 1945)

Nach dem etwas schwülstigen, überfrachteten Viktorianismus mit seinen dunklen Farben empfand man den Edwardianismus wie eine frische Brise. Die weniger zahlreichen, dafür aber größeren Räume boten immer mehr Tageslicht, in denen blaue Pastelltöne wie Skylight oder Pale Powder, frische Grüntöne wie Tunsgate Green und Green Ground sowie Rosatöne wie Calamine die Raumwirkung erweiterten. Zudem setzten Edwardianer häufig auch einfach Cremetöne wie Tallow oder Ringwold Ground ein.

Die Tapetenmuster mit ihren Blütenmotiven waren in dieser Zeit vor dem Ersten Weltkrieg meist feminin und verkörperten das edwardianische Ideal von Frische und Helligkeit.

Die Begeisterung für gemusterte Tapeten aus der viktorianischen Zeit setzte sich auch in den folgenden Jahren noch fort. Im Zeitalter Eduards VII. fanden sich florale Designs wie PeonyWisteria und Jasmine in vielen Häusern, weil sie das Edwardianische Ideal von Frische und Helligkeit verkörperten.


Tapete: Arcade BP 5306

Art Déco

(1910 – 1945)

Die Art-Déco-Bewegung kam nach dem Ende des Ersten Weltkriegs auf dem europäischen Kontintent auf und war bis zum Ende des Zweiten Weltkrieg die beliebteste Stilrichtung. Sie zeichnete sich durch satte Farben, markante geometrische Formen und üppige Ornamente aus.

Am beliebtesten waren kräftige, kompromisslose Farben. Ein ausdrucksvolles Schwarz wie Pitch Black oder Black Blue wurde gerne in Hochglanz und in Kombination mit Chrom verwendet. Aber auch starke Gelbtöne wie Babouche wurden gemeinsam mit klaren Rottönen wie Incarnadine und Blazer eingesetzt und häufig mit Grautönen für das Holz kombiniert.

Eine weitere Möglichkeit, Ihr Zuhause mit einen Hauch Art Déco zu versehen, sind Tapeten. Arcade beispielsweise mit ihrem geschwungenen Muschelformen ist eine moderne Interpretation der damals beliebten Motive, die sich perfekt für ein modernes Zuhause eignet.


Tapete: Tessella BP 3603

Mid-Century Modern

(1945 – 1975)

In der Mitte des Jahrhunderts wurde die Raumgestaltung noch geradliniger. Architekten und Designer verzichteten auf Muster und Verzierungen und legten den Fokus vielmehr auf klare Strukturen und Naturmaterialien.

Cremefarben und Neutraltöne wie Shaded White und Skimming Stone gesellten sich zu lebhaften Nuancen wie Arsenic und India Yellow oder satten Grüntönen wie Yeabridge Green oder Churlish Green.

Tiefe Töne wie London Clay konnten in eher schmucklosen Räumen architektonische Details vortäuschen. Auch heute nutzen Sie diese raffinierte Gestaltungsmöglichkeit, wenn Sie beispielsweise den Kamin oder eine Nische mit einer geometrischen Tapete wie Tessella oder Lattice verzieren.

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